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Jul 14, 2014 - Reiseberichte    No Comments

Luis Trenker

BerglegendeLuis TrenkerAm 4. Oktober 1892 wurde Alois Franz Trenker im damals noch zu Österreich-Ungarn gehörenden St. Ulrich in Gröden als Sohn eines Bildschnitzers und Malers geboren. Nach dem Besuch der örtlichen Volksschule besuchte Luis Trenker die Bürgerschule Josefinum in Bozen, bevor er als Ingenieur-Lehrling im Elektrizitätswerk St. Ulrich für einige Zeit eine Anstellung fand. Die Ferien an der Bozner Bau- und Kunsthandwerkerschule sowie der k.u.k. Realschule in Innsbruck über, ist Trenker als Skilehrer und Bergführer tätig. Sein Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in Wien, musste er unterbrechen und von 1914 bis 1918 im 1. Weltkrieg dienen. Nach Kriegsende versuchte er leider erfolglos in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen eine kaufmännische Existenz zu gründen. Darauf hin beschloss er sein Studium fortzusetzen und arbeitete von 1922 bis 1927 als selbständiger Architekt. Bereits damals hatte Trenker erste Pläne für einen Dokumentarfilm über Südtirol, die jedoch bis dahin nicht realisiert werden konnten.

Schauspieler und Bergsteiger Luis Trenker

1923 wurde Luis Trenker vom Bergfilm Regisseur Arnold Fanck zunächst als alpiner Berater für den Film „Der Berg des Schicksals“ und dann als Darsteller engagiert. Zusammen mit der einstigen Tänzerin Leni Riefenstahl wirkte er auch in den Folgefilmen „Der heilige Berg“ und in der „Der Große Sprung“ mit. Im Jahr 1927 heiratet der inzwischen berühmte Schauspieler Luis Trenker Hilda von Bleichert, eine Fabrikantentochter aus Leipzig. 1928 ziehen die beiden zusammen nach Berlin, da sich der italienische Staat weigerte, sein Architekturstudium anzuerkennen. Schließlich folgen noch die Filme „Der Kampfs ums Matterhorn“, der „Ruf des Nordens“ und die Kriegsfilme „Berge in Flammen“ sowie „Der Rebell“, welche auch die Aufmerksamkeit der Nationalsozialisten erringen. Carl Laemmels sei Dank, kann Trenker dann auch in Hollywood seine ersten beiden Filme auf Englisch herstellen. Weitere Arbeiten in den USA sowie Filme in zwei Sprachversionen in Italien folgen. Trenker, der sich damals in Nazi-Deutschland immer mehr eingeschränkt in seinem Wirken fühlte, übersiedelt 1942 wieder nach Italien. Nach Ende des Krieges lebte er in Venedig und der italienischen Hauptstadt Rom. 1949 kehrte er nach Tirol zurück und setzt schließlich seine Filmarbeit mit seiner 1937 gegründeten Luis-Trenker-Film GmbH in München fort. Bis zum Jahr 1957 entstehen diverse Spielfilme, die jedoch nicht an den Erfolg seiner ersten Filme anknüpfen konnten. Weitaus besser sind seine darauf folgenden Schriftstellerarbeiten und die daraus entstehenden Bergromane angekommen. Im hohen Alter von 98 Jahren stirbt Luis Trenker am 12. April 1990 als Vater von zwei Söhnen in Bozen. Heute ist im Museum Gherdëina ein eigener Bereich dem Gedenken an Luis Trenker gewidmet.

Quelle: www.jagdhof.com

 

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